Bin ich Läufer, wenn ich keine Wettkämpfe laufe?
Shownotes
Die Herbstmarathons sind gelaufen, die Finisher-Fotos werden weniger. Und bei vielen bleibt eine Frage übrig, die sie selten laut stellen: Bin ich überhaupt eine Läuferin, wenn ich keine Wettkämpfe laufe? Diese Frage stellen sich nicht nur Menschen, die ohne Startnummer laufen. Ein Mitglied aus dem ausdauerclub ist dieses Jahr schon 13 Wettkämpfe gelaufen und zweifelt trotzdem, weil sie meistens ganz hinten ins Ziel kommt.
In dieser Folge schaue ich mir an, woher dieses Gefühl kommt und wie die meisten Menschen tatsächlich laufen. Eine Untersuchung aus Dänemark zeigt: 85 Prozent organisieren ihr Laufen selbst, nur sieben Prozent sind im Verein. Eine Studie aus Nordamerika zeigt, dass schon der Gedanke an die eigene Laufgruppe das Gefühl stärkt, dazuzugehören. Ich erzähle dir auch, warum ich nach vielen Jahren mit Startnummer seit dem Valencia-Marathon 2024 keine Wettkämpfe mehr laufe und wie sich das heute anfühlt.
Und du bekommst drei konkrete Tipps: dein eigener Maßstab, Menschen um dich herum und ein Warum mit einem Plan für die Hindernisse. Eine Studie aus Hamburg zeigt, wie viel so ein Wenn-dann-Plan bewirken kann. Du läufst, also gehörst du dazu.
Links zur Folge
- Kinderherzenlauf am 15. November 2026, virtuell, ein Teil der Startgebühr geht als Spende an herzkranke Kinder: kinderherzenlauf.de
- Kritik, Anregungen, Wünsche oder Lob zum Podcast: support@ausdauerclub.de
Studien und Quellen
- Forsberg, P. (2012). Runners: types, identity and club affiliation. In EASM 2012 Book of Abstracts (S. 149). Danish Institute for Sport Studies. [Kongressbeitrag, Befragung dänischer Laufender] PDF
- Hitchings, R., & Latham, A. (2017). How ‘social’ is recreational running? Findings from a qualitative study in London and implications for public health promotion. Health & Place, 46, 337–343. [Qualitative Interviewstudie mit Begleitläufen] doi:10.1016/j.healthplace.2016.10.003
- Evans, M. B., et al. (2019). When a sense of “we” shapes the sense of “me”: Exploring how groups impact running identity and behavior. Self and Identity, 18(3), 227–246. [Experiment und Querschnittsbefragung, n = 103 und n = 227] doi:10.1080/15298868.2018.1436084
- Stadler, G., Oettingen, G., & Gollwitzer, P. M. (2009). Physical activity in women: Effects of a self-regulation intervention. American Journal of Preventive Medicine, 36(1), 29–34. [Randomisierte kontrollierte Studie, n = 256] doi:10.1016/j.amepre.2008.09.021
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